Exkursion nach Sachsen

Datum: 20.-22.10.2009
In das neue Semester startete die VWI/ESTIEM Hochschulgruppe Braunschweig e.V. mit einem ganz besonderen Highlight – einer dreitätigen Exkursion in das Bundesland Sachsen. Ziel war es dieses wirtschaftlich, aber auch kulturell, kennen zu lernen.
Die Exkursionsgruppe bestand aus 17 Teilnehmern, von denen 7 der VWI/ESTIEM-Hochschulgruppe (HG) angehören. Neben Wirtschaftsingenieuren aus den Bereichen Maschinenbau, Bauingenieurswesen und Elektrotechnik nahmen auch zwei Wirtschaftsinformatikstudenten teil.
Schon ein halbes Jahr zuvor begann ein kleines Team der VWI/ESTIEM HG mit der Planung und Organisation der Exkursion. Als Hürde erwies sich hierbei das Finden von geeigneten und kooperationsbereiten Unternehmen, welche schließlich mit Unterstützung der VWI Hochschulgruppen Chemnitz und Dresden gemeistert wurde.

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Exkursion bildeten die Bereiche Produktion, Logistik und Dienstleistungen im Maschinenbau.

Der Bereich Logistik wurde von den Unternehmen Amazon und DHL abgedeckt. Beide Unternehmen bewältigen täglich eine enorme Anzahl von zu verarbeitenden Paketen. Dies geht einher mit einer höchst komplexen Optimierungsproblematik und der Zielsetzung zukünftige, besonders während der Weihnachtszeit steigende, Auftragszahlen effizient zu bewältigen. Während sich bei Amazon die manuelle Sortierung und Bestückung der Hochregale im „Chaossystem“ als die flexibelste Lösung erwies, beeindruckt das Paketlager von DHL durch vollautomatisierte Laufbänder, Rutschen und Scanner.
Zum Thema Produktion besichtigte die Gruppe Siemens in Görlitz und Dresden mit den Bereichen Industriedampfturbinen und Transformatorenbau und Bombardier in Görlitz als Hersteller von Doppelstockzügen.
Bei allen Unternehmen wurden die Funktionsweisen der Produkte erläutert und alle Produktionsschritte vor Ort nachvollzogen. Beeindruckend waren einerseits die Dimensionen der Transformatoren bzw. Turbinen und anderseits die erforderliche Sorgfalt und Reinheit bei der Produktion. Bei Bombardier faszinierte besonders der aufwendige Transport der fertig montierten Doppelstockzüge. Des Weiteren hatten die Teilnehmer die Möglichkeit diese als Rohkarossen und nicht wie üblich mit Passagieren überfüllt, zu betreten.

Der Ingenieurdienstleister Ferchau bot eine umfangreiche Präsentation des Unternehmens mit möglichen Einstiegs- und Arbeitsmöglichkeiten für Wirtschaftsingenieure. Weiterhin bekamen Interessierte einen praxisnahen Einblick in den Ablauf von Bewerbungsgesprächen, was besonders von Studenten in höheren Semestern angenommen wurde.

Im kulturellen Mittelpunkt der Exkursion stand die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Eine historische Stadtführung gab allen Teilnehmern einen Einblick in die Geschichte Sachsens und der Besuch des Rathausturmes einen Überblick über Dresden. Der anschließende Besuch des „asisiPanometer“, einem alten Gasometer, welches ein digital erstelltes 360° Bild enthält, gewährte den Teilnehmern einen ähnlichen Ausblick auf das Dresden aus dem Jahr 1756.
Die Teilnehmer übernachteten zwei Nächte in der Stadt und hatten somit die Möglichkeit auch das Nachtleben kennen zu lernen. So wurden die Bars und Clubs der Neustadt und zudem gemeinsam mit der Dresdner Hochschulgruppe die Campusparty „Hörsaal Rockt“ besucht.
In Görlitz entdeckten die Teilnehmer die historische Altstadt bei einer Stadtrallye, die bis in den polnischen Teil Zgorzelec reichte.

Die Exkursion war ein voller Erfolg, welche die Erwartungen der Studenten bei weitem übertraf. Die Kombination aus den Besuchen von interessanten Unternehmen unterschiedlicher Branchen und den vielseitigen kulturellen Einblicken gestaltete die drei Tage nicht nur sehr informativ sondern auch äußert kurzweilig. Die Teilnehmer hoffen bereits auf eine Neuauflage der Exkursion.

Die VWI/ESTIEM Hochschulgruppe Braunschweig dankt Frau Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz, den Unternehmen Amazon, Bombardier, DHL, Ferchau und Siemens sowie den Hochschulgruppen Chemnitz und Dresden für ihre Unterstützung bei der Organisation dieser Exkursion.




