VISION in St. Petersburg

Thema: “LOST in Translation”
Datum: 28. März – 4. April 2010
Der akademische Teil
Der akademische Teil des VISIONS in St. Petersburg beinhaltete vor allem verschiedene Vorträge. In diesen Vorträgen ging es im Rahmen des Themas „Lost in Translation“ vorrangig um das Studieren, Leben und Arbeiten in Russland, welches sich stark zu dem in West Europa unterscheidet und für Ausländer schnell zum ein oder anderen Missverständnis oder Problem führen kann. Den ersten Vortrag hielt Herr Novoselcev, ein selbstständiger Unternehmensberater. Er stellte die Vorteile vor, die Russland bietet, um sich selbstständig zu machen. Ein weiterer Vortrag von Henry und Tom (zwei Austauschstudenten) ist an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Sie beschrieben das Studentenleben in St. Petersburg und berichteten von sehr interessanten Freizeitmöglichkeiten und dem akademischen Anspruch der Universität.
Außerdem gab es Vorträge von P&G und Ancor, einer Personalagentur, die darstellten, welche Punkte man beachten sollte, wenn man sich in Russland bewerben möchte. Weiterhin gab es Exkursionen zu Baltica, einer großen russischen Brauerei und zum 5th Channel, einem der ältesten Radiosender in St. Petersburg, bei dem wir von den ältesten Ton- und Aufnahmegeräten bis zu modernster Technik alles bewundern konnten. Alles in allem lernten wir in diesen wenigen Tagen, wie schnell man in Russland „Lost in Translation“ sein kann, und dass man in diesem Land auf jeden Fall die Landessprache und typische Verhaltensweisen kennen sollte, um im Berufsleben zu bestehen.

Das Kulturprogramm
Natürlich durfte in der Kulturhauptstadt Russlands auch der Genuss von Prunkgebäuden, Ballett, Konzert, Museum und Ähnlichem nicht fehlen. Daher machten wir uns mindestens 4 Mal zu einer Stadttour auf, um die Schönheiten St. Petersburgs zu bewundern. So kam es, dass wir die Stadt zu jeder Tageszeit bei schönstem Wetter erleben konnten und lauthals über die gnadenlosen Organisatorinnen schimpften, die uns schon wieder in gutem Tempo durch die Stadt jagten ;) Aber es lohnte sich. Wir besichtigten sowohl die Peter und Paul Festung als auch die Cazan Kathedrale, die schönsten Plätze der Stadt, wie den Palastplatz, die Brücken am Fluss Neva, die Kirche der Auferstehung, den Dom und viele Paläste von außen. Natürlich durfte auch ein Besuch in der Ermitage, dem „russischen Louvre“ nicht fehlen, ebenso wie eine Ballettvorstellung von „Spartakus“ – ein beeindruckendes Spektakel des vermutlich Männer reichsten Balletts der Welt, was uns alle trotz Stehplätzen begeisterte. Während der ganzen Woche begleiteten uns die Geschichten der Zaren, des Bolschewismus, der Sowjetunion und den heutigen Entwicklungen in Russland. Unsere Organisatorinnen bewiesen ein breites Fach- und Geschichtswissen und brachten uns allen ihre Stadt näher. Um auch ein wenig moderne Kunst zu schnuppern in dieser geschichtsträchtigen Stadt, wurde uns am zweiten Abend ein Konzert der besonderen elektronischen Art zu Teil, was wir wohl so schnell nicht wieder vergessen werden. Weiteres Programm war die Besichtigung eines Kunstprojektes in einer uralten Brotfabrik und natürlich ein Gang durch die Hinterhöfe, um St. Petersburg auch von einer anderen Seite zu erleben. Noch zu erwähnen sei die Metro der Stadt, in die sich keiner von uns ohne ortskundige Begleitung vorwagte, so tief geht es unter die Stadt und so hektisch ist das Leben in den Tunneln dort unten.


Die Freizeitgestaltung/ Parties in St. Petersburg:
St. Petersburgs Local Group hatte ein straffes Programm zusammengestellt. Wir hetzten oft von einer Veranstaltung zur anderen, ohne dabei zu rasten. Freizeit innerhalb des Tagesprogramms war nicht vorgesehen oder nur sehr kurz. Umso länger wurde dann nachts gefeiert ;-). St. Petersburg bietet mit seinen über 200 Nachtclubs und Diskotheken für jeden die Möglichkeit mal richtig feiern zu gehen und zwar an jedem Tag in der Woche… schließlich ist es eine Metropole mit über 5 Millionen Menschen. Vorgesehen war jeden Abend ein Diskothek- oder Barbesuch. Dieses Vorhaben haben wir auch gut umgesetzt und waren trotz wenig Schlaf jeden Morgen wieder schnell auf den Beinen, um neue interessante Dinge zu lernen und zu erleben. Am letzten Abend gab es zum Abschied noch ein schönes Gala Dinner, bei dem jedem Teilnehmer die Ehre zuteilwurde, sich an einer lustigen Aufgabe zu versuchen und anschließend sein Zertifikat feierlich überreicht zu bekommen. Alles in allem war das Nachtleben in St. Pete interessant, aufregend und hat jede Menge Spaß gemacht.
Ein besonderer Dank gilt der Hochschulgruppe in St. Petersburg, die sich die ganze Woche wunderbar um uns gekümmert hat und uns trotz des ein oder anderen Missverständnisses ihr Land und insbesondere St. Petersburg näher gebracht hat.
Christian Beckötter, Johann Peters und Janine Brockmeier




